Gezielte neuronale Übung: Ein Augenliegestütz für bessere Ansteuerung und mehr Bewegungsfreiheit im orthopädischen Training

Training bei orthopädischen Beschwerden – warum es um mehr geht als um Kraft

Was ganzheitliches Training bei orthopädischen Beschwerden leisten kann

„Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben“ – doch was, wenn Schmerzen jede Bewegung zur Herausforderung machen? Orthopädische Beschwerden können den Alltag erheblich einschränken. Mit einem ausgewogenen Training, der Kräftigung betroffener Muskeln und der Ausbalancierung überlasteter Muskeln kann man viel erreichen. Doch eines ist mir wichtig: Orthopädisches Training bedeutet für mehr als „schwache Muskeln kräftigen und verspannte Muskeln lösen“.

Warum es wichtig ist, Körper und Alltag gemeinsam zu betrachten

Es geht mir darum, mit dir zusammen deinen Körper und den Geist wieder ins Lot zu bringen – strukturell, funktionell und wenn nötig auch emotional. Das erfordert Mitarbeit – keine Frage. Und es kann weitreichender und nachhaltiger wirken. Denn es geht oft es nicht nur um eine verspannte Schulter, sondern auch darum, zu erkennen, was im Alltag zusätzlich „zieht“ oder belastet. Ich unterstütze dabei, den Blick zu weiten – damit du selbst verstehst, was dein Körper dir sagen möchte. Anders gesagt: Ich bin natürlich und selbstredend keine Therapeutin – aber mein Credo ist klar: Ich arbeite mit Menschen, nicht mit Muskeln.

Wenn die Struktur „okay“ ist – und es trotzdem weh tut

Viele Menschen kommen zu mir mit Rücken‑ oder Nackenschmerzen, obwohl medizinisch „nichts gefunden“ wurde. Nicht selten wird dann klassisches Krafttraining empfohlen. Das kann helfen – aber häufig greift es zu kurz. Denn langanhaltende Verspannungen und Schmerzen entstehen selten nur durch schwache Muskeln. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:

  • chronischer Stress
  • Fehlhaltungen und ungünstige Bewegungsmuster
  • alte Verletzungen, die zwar verheilt, aber nicht integriert sind
  • Schlafmangel
  • ein dauerhaft erhöhter Muskeltonus
  • mangelndes Gleichgewicht
  • emotionale Belastungen, die sich körperlich ausdrücken

Der Körper reagiert auf all das – manchmal mit Verspannungen, manchmal mit Schmerzen, manchmal mit Bewegungseinschränkungen. Und manchmal mit allem zusammen.

Bewegung ist wichtig – und Gleichgewicht auch

Bewegung spielt im Umgang mit orthopädischen Beschwerden eine entscheidende Rolle: Sie hält unsere Muskulatur aktiv, sorgt für eine gute Durchblutung und unterstützt die Gelenke dabei, stabil geführt zu werden. Vor allem aber hilft Bewegung, den Muskeltonus zu regulieren – denn nur ausgeglichene, gut ansteuerbare Muskeln können den Körper wirklich tragen.

Super wichtig: Auch das Gleichgewicht ist ein zentraler Baustein. Ein stabiles Gleichgewichtssystem sorgt dafür, dass Muskeln im richtigen Moment anspannen, loslassen oder fein dosieren. Genau diese neuromuskuläre Abstimmung entscheidet oft darüber, ob sich Bewegung leicht oder schmerzhaft anfühlt.

Und: Bewegung allein reicht nicht immer

Wenn Muskeln dauerhaft „auf Alarm“ stehen, wenn Stress den Tonus erhöht oder wenn alte Muster die Ansteuerung blockieren, braucht es mehr als klassische Übungen. Dann geht es darum, das Zusammenspiel der Muskulatur neu zu organisieren – damit der Körper wieder in Balance kommt. Und genau hier kommt ein System ins Spiel, das oft übersehen wird – aber alles steuert, was wir tun: unser Nervensystem.

Das Nervensystem – der oft übersehene Schlüssel

Viele Beschwerden entstehen, weil das Nervensystem sich unsicher fühlt. Unsicherheit erzeugt Spannung. Spannung erzeugt Schmerz.

Das Nervensystem entscheidet in jeder Sekunde, wie viel Muskeltonus nötig ist, welche Bewegungen „erlaubt“ werden und wo Schutzspannung aufgebaut wird. Wenn es Gefahr wahrnimmt – egal ob durch Stress, alte Muster oder fehlende Orientierung – erhöht es den Tonus, um dich zu schützen. Das fühlt sich dann wie Verspannung, Steifheit oder Schmerz an.

Hier setzt mein neuronales Training an:

  • Übungen, die dem Gehirn wieder Orientierung geben
  • Atemtechniken, die Stress reduzieren
  • sanfte Bewegungen, die Sicherheit vermitteln
  • kleine Reize, die Kopf und Körper wieder verbinden
  • Gleichgewichtsübungen, die das System beruhigen
  • kinesiologische Impulse, die Muster lösen können

Wenn das Nervensystem sich sicherer fühlt, lässt der Muskeltonus nach – und Bewegung wird wieder möglich.

Und manchmal braucht es noch eine weitere Zutat: Zuhören

Manchmal ist das Wichtigste im Training nicht die Übung, sondern der Raum dazwischen.

Ein Mensch, der viel „trägt“, dessen Schultern schwer sind, der sich durch den Alltag kämpft – braucht oft zuerst eines: gesehen werden.

Zuhören, ernst nehmen, verstehen.
Das ist kein „Extra“, sondern ein Teil des Trainings.

Denn wenn du dich innerlich entspannst, kann sich auch dein Körper neu organisieren. Und genau deshalb sind Dehnübungen, Atemarbeit, eine kurze Meditation oder Triggerpunkt‑Stimulation nicht nur „nett“, sondern richtig wirksam – weil sie nicht gegen Spannung arbeiten, sondern mit dir.

Was das für mein Training bedeutet

All das prägt, wie ich arbeite und das orthopädische Training verstehe: 

  • strukturell arbeiten – damit Gelenke, Muskeln und Faszien wieder in ihrer natürlichen Ausrichtung zusammenarbeiten
  • funktionell arbeiten – damit Bewegungen alltagstauglich, kraftvoll und flüssig werden
  • neuronale Sicherheit schaffen – weil ein sicheres Nervensystem die Grundlage für entspannte, gut ansteuerbare Muskeln ist
  • Stress reduzieren – denn hoher Stress erhöht den Tonus und blockiert Bewegungsfreiheit
  • Wahrnehmung schulen – damit du spürst, was dein Körper braucht und was ihm nicht guttut
  • Muster erkennen – körperliche, emotionale und alltagsbedingte
  • den Menschen als Ganzes sehen – mit allem, was er trägt, bewegt und ausbremst

Kurz gesagt:
Ich arbeite nicht nur „klassisch“ – ich schaue links und rechts, oben und unten.
Ich schaue auf Haltung, Klarheit und Zusammenhänge.
Denn erst wenn alles zusammenspielt, entsteht echte Veränderung.

👉 Wenn du neugierig bist, wie sich Klarheit im Körper anfühlt und was ganzheitliches Training für dich verändern kann, freue ich mich, dich im Probetraining kennenzulernen.

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