Neuronales Training – Gehirn und Körper im Dialog
Sinneswahrnehmung aktivieren – Muskeltonus regulieren, Schmerzen lindern, Bewegungen präzisieren
Neuronales Training klingt erstmal nach Raketenwissenschaft – ist aber im Grunde nichts anderes als: Wir helfen deinem Nervensystem, wieder stimmiger zu arbeiten. Mit Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften und gezielten Übungen holen wir Gehirn und Sinnesorgane aktiv ins Training. Das Ergebnis: bessere Koordination, weniger Schmerzen, ein regulierter Muskeltonus und Bewegungen, die sich wieder geschmeidiger anfühlen.
Diese Bereiche spielen im neuronalen Training zusammen:
- Propriozeption: Dein eingebautes Navi – Körperwahrnehmung über Haut, Faszien, Muskeln und Gelenke.
- Exterozeption: Alles, was von außen reinkommt – Augen, Ohren, Geruch und Geschmack.
- Viszerozeption: Die innere Crew – Vagusnerv, Atmung und Zunge, die erstaunlich viel mit Spannung und Wohlbefinden zu tun haben.
Propriozeption – dein eingebautes Körper-Navi
Unsere Körperwahrnehmung entsteht über Rezeptoren in Haut, Muskeln, Gelenken und Faszien. Sie liefern dem Gehirn ständig Infos über Haltung, Gelenkstellung, Muskeltonus und unsere Lage im Raum. Wenn dieser Input zu schwach ist, kann das zu Fehlhaltungen, Koordinationsproblemen oder Schmerzen führen. Mit den Übungen aus dem neuronalen Training aktivieren wir diese Rezeptoren wieder. Das verbessert Haltung, Gleichgewicht, Rumpfstabilität – und oft auch deine Schmerzempfindung. Kurz gesagt: Wir schärfen dein Körper‑Navi, damit Bewegung wieder runder läuft.
Exterozeption – klare Sinne, klare Bewegungen
Die Exterozeption beschreibt unsere Fähigkeit, Licht, Geräusche, Gerüche und Geschmack aus der Umwelt aufzunehmen und zu verarbeiten. Wenn diese Sinnesinfos nicht sauber ankommen, kann das unser Bewegungsverhalten beeinflussen – manchmal subtil, manchmal deutlich. Durch gezieltes Training schärfen wir diese Wahrnehmungen, verbessern deine Bewegungssteuerung und schaffen eine wichtige Grundlage für eine bessere Schmerzregulation. Kurz gesagt: Je klarer deine Sinne arbeiten, desto entspannter bewegt sich dein Körper.
Viszerozeption – die innere Kommunikation
Die Viszerozeption beschreibt, wie unser Nervensystem Signale aus den inneren Organen wahrnimmt – von Verdauung bis Herz‑Kreislauf. Vieles davon läuft automatisch im Hintergrund, gesteuert vom autonomen Nervensystem. Entscheidend ist aber nicht nur, was im Inneren passiert, sondern wie wir diese Signale wahrnehmen und interpretieren. Ein nervöses Bauchgefühl, ein flacher Atem oder ein verspannter Brustkorb können unser Wohlbefinden und sogar unsere Bewegungsqualität beeinflussen.
Über Atemübungen, Vagusnerv‑Stimulation und kleine Zungenübungen können wir diese inneren Rückmeldungen positiv beeinflussen. Das verbessert die motorische Kontrolle, reduziert Stress – und kann in der Folge auch Schmerzen lindern. Kurz gesagt: Wenn die innere Kommunikation klarer wird, fühlt sich der ganze Körper wohler.
Du willst noch ein paar zusätzliche Infos, wie das mit dem neuronalen Training so funktioniert? Dann lies meinen Blogartikel Neuronales Training verstehen – was steckt dahinter?
